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/ Archiv / Wissenschaft Eine Analyse von Oswald Staud, Österreichischer Aeroclub |
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| Inhalt |
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| Autor | "Hänge
- und Paragleiterunfälle in Österreich 2001" von Oswald Staud, Österreichischer Aeroclub |
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| Hänge-
und Paragleiterunfälle 2001 Unfallentwicklung 1993 - 2001 |
Insgesamt stiegen die Unfälle bei den Gleitschirmpiloten wieder an, die Hängegleiter konnten die Unfallzahlen senken. In der österreichischen Sportluftfahrt (Ohne Motorflug) stiegen die Unfälle seit 1999 von 185 auf 203 Unfälle an. Dramatisch stieg die Zahl der Toten an. Waren es im Jahr 2000 6 Tote, mussten wir 2001 16 Tote beklagen, davon allein beim Gleitschirmfliegen 9 Tote. Auffällig war, dass sich ein großer Teil der wetterbedingten Unfälle bei Föhn oder föhnigen Verhältnissen ereigneten. Die Tandemunfälle stiegen von 4 Unfällen 1998 auf 9 Unfälle an. Dabei verletzten sich 6 Passagiere schwer. Erfasst wurden die der Austro Control gemeldeten Unfälle. Da bei schweren Unfällen meist die Flugrettung angefordert wird (Inanspruchnahme der Bergekostenversicherung) bzw. Gendarmerie oder Polizei den Unfall aufnimmt, dürften die meisten schweren Unfälle erfasst sein. Bei leichten Verletzungen oder Störungen ohne Personenschaden unterbleibt sehr oft die Unfallmeldung. |
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| Alle Flugunfälle 2001 ohne Motorflug |
Die absoluten Unfallzahlen muss man natürlich in Verbindung mit der Pilotenanzahl,
sowie der Startanzahl betrachtet werden. In Österreich dürfte es ca. 900
Hängegleiter und 4800 Paragleiter geben. Diese Zahl ergibt sich aus der
Anzahl der abgeschlossenen Haftpflichtversicherungen, sowie aus Vereinsmeldungen.
Im Schnitt macht ein Pilot 30 Starts im Jahr. Das ergibt im Jahr ungefähr
150 000 Starts von Österreichern. Gastflieger aus anderen Ländern machen
in Österreich ca. 250 000 Starts. Das ergibt in etwa 400 000 Starts pro
Jahr in Österreich.
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| Unfallursachen Hänge - Paragleiter |
Hängegleiter: |
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| Unfälle in % |
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| Unfälle nach Flugphasen |
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| Unfälle nach Alter |
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| Unfälle nach Nationen |
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| Störungsmeldung für Hänge - und Paragleiter |
Unfallformular.pdf (28 kB) |
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| Zusammenfassung | 1. Allgemeines: Im Jahr 2001 gab es ein drastisches Ansteigen der Unfälle mit Todesfolge. Der Zunahme von 4 auf 9 tote Gleitschirmflieger gibt zu denken. Auch lässt sich die Unfallzunahme von 110 auf 125 Unfälle nicht nur mit mehr Fliegern erklären. Ich bemerke in meinem fliegerischen Umfeld eine immer größere Risikobereitschaft. Kritische Wetterlagen wie Föhn. Kamm- und Leeturbulenzen oder starker Wind gibt es immer nur in anderen Fluggebieten. Kommt es dann im eigenen Gebiet zu einem Unfall, so ist das Pech oder Schicksal. Wetterdaten wie z.B.23.03. Turbulenz in Kammnähe - 2 Einklapper jeweils kurz nach dem Start oder 29.04. Wind Süd - Südwest 40-80km/h - Frontklapper führt zu Absturz sprechen für sich. 2. Möglichkeiten zur Unfallverringerung 2.1 Ausbildung Schon in der Ausbildung muss der Schüler lernen, auch einmal auf einen Flug zu verzichten. Wenn in der Schulung, nur dass die Höhenflüge durchgebracht werden, bei schlechten Wetterbedingungen Schulstarts durchgeführt werden, fördert das kaum die Gefahreneinschätzung beim Schüler. Auch das sichere Starten sollte intensiv vermittelt werden. 2.2 Fortbildung, Sicherheitstraining nach einer gewissen Flugerfahrung sollte ein Pilot Fortbildungsseminare oder Sicherheitstrainings besuchen. Bei solchen Veranstaltungen kann der Pilot lernen, wie man Klapper vermeidet oder die Störung wieder beseitigt. 2.3 Unfallforschung Um Unfälle bei Hänge-und Paragleitern zu analysieren ist es unbedingt notwendig, sobald wie möglich mit dem verunglückten Piloten oder Zeugen Kontakt aufzunehmen, um genaue Unfalldaten zu bekommen (einheitlicher Unfallerfassungsbogen DHV/ÖAC). Dafür sollten wir von der Austro Control so schnell als möglich die Daten des Verunglückten erhalten. Außerdem würde ich Piloten und Flugschulen dringend ersuchen, uns mit beiliegendem Erfassungsblatt Unfälle und Störungen mitzuteilen. Alle Daten werden vertraulich behandelt und können notfalls auch anonym sein. 2.4 Aufklärung Der ÖAC Sektion Hänge- und Paragleiten, sowie Flugschulen, Vereine, sollten ihre Erfahrungen veröffentlichen. Speziell Lufttüchtigkeitsanweisungen, Änderungen im Luftrecht, bei Lufträumen, in der Wetterberatung, müssen umgehend allen Piloten zugänglich gemacht werden (Internet, Homepage, Fachzeitungen, Vereinskuriere) |
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| Dank und Quellenhinweise | Um diese Unfallübersicht zu erstellen, möchte ich mich bei
allen bedanken, die mir Daten und Auskünfte zur Verfügung stellten, im Besonderen: Austro Control Herr Mittl, Unfalldaten Austro Control Wetterdienst Innsbruck, Wetterdaten DHV Technik Herr Jursa, Aufbau der gemeinsamen Datenbank Flugschulleiter Herr Girstmaier Bruno, Flash News Sowie allen Piloten, die bei der Aufklärung von Unfällen mitgeholfen haben. |
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