Alle Namen der Schlucht:
Dies ist wichtig im Falle eines Unfalles, bei dem ein SynonymName aus Unwissenheit
angegeben wurde. Somit kann herausgefunden werden, um welche Schlucht es sich
handelt. Dieser Punkt sollte immer vervollständigt werden.
Lage
Grobe Lage, damit ein schnelles Finden der Schlucht gewährleistet ist,
oder z.B. der Zuständigkeitsbereich der Rettungen klar wird.
Kartenmaterial:
Wichtig für die Planung, obwohl diesem Gefahrenkatalog Kartenausschnitte
der jeweiligen Schluchten aus der ÖK 50 beiliegen.
Teilabschnitte:
In wie vielen Abschnitten kann die Schlucht begangen werden, um bei einer Rettung
die Suche einzugrenzen und zusätzliche Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten
zu haben.
Anzahl der Abseilstellen:
Dabei zählt jede Passage die abgeseilt werden kann also auch sogenannte
Rutschen, Sprünge (siehe auch Legende Topos) und mögliche Umgehungen.
Qualität der Stände:
Dies soll nur einen Eindruck vermitteln, welche Stände wahrscheinlich vorzufinden
sind, wobei sich das sehr schnell z.B. durch Hochwasser ändern kann. Diese
Information sollte immer aktualisiert werden.
Ein- und Ausstiegshöhe:
Wichtig für die Planung und das Finden der Ein‑ und Ausstiege. Diese
Höhen sind über Meeresniveau und zusätzlich werden die sich ergebenden
Höhenmeter der Schlucht angegeben.
Notausstiege:
Wichtig für alle Notfälle um ev. die Schlucht zu verlassen oder eine
Zugstiegsmöglichkeit für die Retter zu schaffen. In dem Informationsblatt
wird angegeben, wie viele Notausstiege es gibt, auf welcher orografischen Seite
sie sich befinden und welche Schwierigkeit diese Notausstiege haben. Diese Notausstiege
sind zusätzlich im Topo eingezeichnet.
Gestein:
Hintergrundinformation zum Planen. Diese Information wurde bewusst einfach belassen
und bezieht sich primär auf die Schlucht nicht auf das Einzugsgebiet.
Wassereinzugsgebiet:
Dies ist eine wichtige Information zum Planen in Verbindung z.B. mit Wetter
und Restschneemengen. Dort wird die Größe in Hektar, ev. die Beschaffenheit
und Besonderheiten wie Größe, Zuläufe, Quellen usw. angegeben.
Die Größe in Hektar beinhaltet meist das komplette Einzugsgebiet
vom Ursprung, bis zur Mündung des Gewässers. Siehe auch Wassereinzugsgebietkarte.
Ungefähre Länge:
Die ungefähre Länge in Verbindung mit der Höhendifferenz gibt
einen Eindruck vom Profil der Schlucht. In Verbindung mit dem Topo und den daraus
ersichtlichen Gegebenheiten lassen Schlüsse auf Begehungszeiten zu. Begehungszeiten
wurden bewusst nicht angegeben, da diese sehr stark von verschiedenen Faktoren
abhängen wie z.B. von Erfahrung, Wasserstand und dem Kennen der zu begehenden
Schlucht.
Ausrüstung:
Die richtige Ausrüstung gehört sicherlich zu den wichtigsten Punkten,
um eine Schlucht sicher zu begehen und sie wieder verlassen zu können.
Unter Grundausrüstung wird verstanden:
Berghelm, Canyoninggurt, kompletter Neoprenanzug, geeignetes Schuhwerk, ausreichend
Karabiner, Abseilgerät und Schlingenmaterial, geeigneter Rucksack, Erste
Hilfe, Messer (scharf und griffbereit), Notfallausrüstung (Aufstiegshilfen,
1-2 Rollen, kleines Hakensortiment, Ersatzachter, ca. 4m 7mm-Reepschnur, Bandschlinge,
8mm Schraubkettenglied, ev. Handbohrgerät und Laschen, extra zusätzliches
Notseil in der Länge der höchsten Abseilstelle).
Zur Grundausrüstung gehört immer ein Seil, auch wenn keine Abseilpassagen
zu erwarten sind, um im Notfall einen Notausstieg zu versichern, einen Seiltragerucksack
zu bauen usw. Dazu eignet sich ein 10-11 mm Statik- oder bei aquatischen Schluchten
ein Canyoningseil (Einfachseil). Dies wird in der Regel in der doppelten Länge
der höchsten Abseilstelle angegeben oder länger, um ein sicheres Arbeiten
zu ermöglichen z.B. sauberes Abziehen (2 Möglichkeiten: 1x 60m oder
2 x 30m ).
Schwimmweste:
Diese wird ev. empfohlen bei Canyons mit langen Schwimmpassagen oder starker
Strömung. Schwimmwesten dürfen nie für Sprünge über
3m benützt werden.
Wurfsack:
Dieser wird empfohlen bei Canyons, die bei mehr Wasser eine starke Strömung
oder Rückläufe aufweisen. (kleiner Wurfsack ca. 12m Länge) Mit
Wurfsackwerfen vertraut machen.
Kurzcharakteristik:
Dies kann nur einen oberflächlichen Eindruck der Schlucht vermitteln.
Handyempfang:
Diese Angabe kann wichtig sein, um zu wissen, von wo aus Hilfe gerufen werden
kann. Sie sollte immer wieder aktualisiert werden. Es wird empfohlen, in viel
begangenen Schluchten mit wenig Empfangsmöglichkeiten diese in der Schlucht
zu markieren. Es wurde nur prinzipiell Empfang für die Rettungsrufnummer
(140) festgestellt.
Anfahrt Einstieg:
Zum schnellen Finden des Einstieges der Schlucht.
Anfahrt Ausstieg:
Zum schnellen Finden des Ausstieges der Schlucht.
Parkmöglichkeiten:
Um Problemen mit Grundstückseigentümern auszuweichen.
Zustieg:
Vom Parkplatz bis zum Einstieg der Schlucht wird der Weg beschrieben (ev. aktualisieren).
Zuständige Bergrettung, Wasserrettung, Alpingendarmerie:
Um im Vorfeld Erfahrungen zu sammeln und eine Koordination zwischen den Rettungsorganisationen
und ev. Canyoningfirmen herzustellen.