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Tiroler Rafting Lehrplan
ASI-Tirol

 Der Tiroler Raftingverband, das Alpine Sicherheits- und Informationszentrum ASI-Tirol und die Plattform Wasser Tiroler Oberland haben eine Arbeitsgruppe mit Schwerpunkt Qualität und Sicherheit gebildet. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten (Wildwasser-) Experten aus allen Bereichen zusammen: Vertreter des Tiroler Raftingverbands, Outdoorunternehmer, Behörden, Rettungsorganisationen, Sachverständige und Tourismusfachleute.

Die Ziele des Tiroler Rafting Lehrplans sind einheitliche, überregional gültige Qualitäts- und Sicherheitsstandards, die Vereinheitlichung der Ausbildungsunterlagen und die Anpassung an internationale Bestimmungen.

Erstmals im Alpenraum gibt es einheitliche Richtlinien für die Ausbildung der Bootsführer. Im Lehrplan werden von juristischen Fragen über Handzeichen und Knoten bis hin zum Verhalten bei einem Unfall wichtige Sicherheitsfragen behandelt. Der Tiroler Rafting Lehrplan ist eine wichtige Verbesserung bei Sicherheitsstandards im Raftingsport im Interesse der Kunden, Raftingguides und Outdoorunternehmen.

Bei einem Pressegespräch mit LHStv. Hannes Gschwentner und den Mitgliedern der Arbeitsgruppe wurde der Tiroler Rafting Lehrplan vorgestellt.



Rafting

Fragenkatalog zum Tiroler Rafting Lehrplan

2007 und 2008 hat die Arbeitsgruppe mit Unterstützung der Rafting Betriebsgesellschaft, koordiniert von Christian Klingler, an einem Fragenkatalog für die Raftingprüfung gearbeitet. Die Dokumente (deutsch und englisch) ergänzen den Tiroler Rafting Lehrplan. Grundlage waren die von Ing. Robert Reinhart bekannt gegebenen Fragen. Alle Inhalte werden neu geordnet, komplett überarbeitet und an die Inhalte des Rafting Lehrplans angepasst.
Am 12.06.2007 fand in Haiming dazu eine Sitzung der Arbeitsgruppe statt. Am 11.11.2007 fand in Innsbruck bei der Verkehrsabteilung eine weitere Sitzung statt. Am 25.02.2008 wurden in einer weiteren Sitzung in der Verkehrsabteilung die Fragen finalisiert. Die Endfassung des Dokuments ist nun zum Beginn der Raftingsaison 2008 fertig ausgearbeitet.

Online:
deutsch Fragen und Antworten zum Tiroler Rafting Lehrplan (deutsch, pdf 1.15 MB)
english Questions and Answers for Tyrolean Rafting Curriculum (english, pdf 1.09 MB)

 

 
Einleitung
Arbeitsgruppe "Qualitäts- und Sicherheitskriterien"


 Der Wildwassersport hat in Tirol eine touristische Bedeutung erreicht, die aus vielen Regionen unseres Bundeslandes nicht mehr wegzudenken ist. Das Jahr 2003 war das Jahr des Wassers und um auch dem Wildwassersport in dieser Hinsicht Rechnung zu tragen, haben das Alpine Sicherheits- und Informationszentrum ASI-Tirol sowie die Regionalentwicklungsvereine in den Bezirken Imst und Landeck in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Raftingverband eine Plattform ins Leben gerufen, die sich dem Thema Sicherheit im Wildwasser angenommen hat. Ziel dieser Plattform ist es, die Sicherheitskriterien speziell des Raftingsports zusammenzufassen, zu koordinieren und zu standardisieren. Hiermit soll in Tirol eine einheitliche Betrachtung aller Sicherheitsthemen erreicht und somit allen Rafting-Firmen ein Konzept bereitgestellt werden, das überregionale Übereinstimmung und Gültigkeit hat. Das Ergebnis dieser Sicherheits-Plattform mit den erarbeiteten Sicherheitskriterien kommt allen Beteiligten zugute: den Betreibern der Outdoorfirmen, den Führern und vor allem den Kunden, die somit in unserem Land eine Trendsportart unter dem Aspekt höchster Sicherheit und Qualität genießen können.

Mag. Friedrich-Karl "Fuzzi" Huber
Obmann des Tiroler Raftingverbandes
im Namen aller an der Erarbeitung des Lehrplans beteiligten Personen




Mag. Friedrich-Karl Huber


 Download  
Outdoor
  Rafting, Canyoning, Kajak und Outdoorsport im Tiroler Oberland  
  - Tourenplanung  
 

- Pegel

 
  - Aktuelle Meldungen  
  - Flussführer  
  - Rückmeldungen und
  Gefahrenhinweise
 
  www.alpinesicherheit.com/outdoor  

deutschTiroler Rafting Lehrplan - Version 1.2 deutsch (69 Seiten, pdf 6.5 MB)
englishTyrolean Rafting Curriculum - Version 1.2 english (68 pages, pdf 5.3 MB)

Anfrage: anrufen 0699 10065015 (Christian Klingler) oder mailen.

 


 Tiroler Rafting Lehrplan

Inhalt
i. Vorwort
 LH-Stv. Hannes Gschwentner
 LR Dr. Anna Hosp

ii. Einleitung
  Arbeitsgruppe "Qualitäts- und Sicherheitskriterien"

1. Juristische Betrachtungen zum Raftingsport
1.1 Rechtliche Grundlagen
1.2 Zur Unfall- und Rechtsproblematik im Allgemeinen
1.3 Strafrecht, Haftung
1.4 Fahrlässigkeit
1.5 Zivilrecht
1.6 Vertragsrecht
1.7 Zur versicherungsrechtlichen Absicherung

2. Tourenplanung
 2.1 Einleitung
 2.2 Im Vorfeld - am Vortag
 2.3 Am Tag der Tour
 2.4 Materialcheck
 2.5 Letzte Vorbereitungen vor der Tour
 2.6 Verhalten auf dem Wasser

3. Signale und Zeichen
 3.1 Handzeichen
 Die drei wichtigsten Handzeichen; Weitere Handzeichen
 3.2 Pfeifsignale

4. Gewässerkunde
 4.1 Einleitung
 4.2 Definitionen und Begriffe
 4.3 Schwierigkeitsstufen
 4.4 Strömungsformen
 4.5 Fahrtechniken und Anwendungsbereiche

5. Materialkunde
 5.1 Raft - Schlauchboot
 Material; Symmetrische und asymmetrische Rafts; Allgemeine Vorschriften; Lenzung;
 Behandlung und Pflege von Rafts
 5.2 Paddel
 5.3 Ausrüstung
 Ausrüstung Gast; Ausrüstung Guide; Ausrüstung am Raft; Behandlung und Pflege
 der Ausrüstung

6. Knoten
 6.1 Einleitung
 6.2 Basisknoten
 6.3 Weitere Knoten
 6.4 Zusammenfassung

7. Safety Talk
 7.1 Aktivitäten und Regeln im Boot
 7.2 Aktivitäten und Regeln außerhalb des Bootes

8. Verhalten beim Unfall
 8.1 Einleitung
 8.2 Unfallarten und Rettungsmethoden
 8.3 Checkliste Raftingunfall / Erste Hilfe
 8.4 Alpiner Notruf - Richtiger Umgang mit dem Handy
 8.5 Richtiges Verhalten bei einem Hubschraubereinsatz

9. Rescue - Bergetechniken
 9.1 Einleitung
 9.2 Basis-Rescuetechniken (Die 15 Regeln der Flussrettung, Vom niedrigen zum
 hohen Risiko, Fähigkeiten, Notsituationen)
 9.3 Fortgeschrittene Rescuetechniken

10. Schifffahrtszeichen
 10.1 Einleitung
 10.2 Verbotszeichen
 10.3 Gebotszeichen
 10.4 Hinweiszeichen
 10.5 Zusatzzeichen
 10.6 Empfehlende Zeichen
 10.7 Beschränkungszeichen

iii. Anhang
 iii.1 Abbildungsverzeichnis
 iii.2 Literaturverzeichnis
 iii.2 Autoren
 iii.3 Haftungsausschluss


 

Release History:
Version 1.2 (Frühjahr 2007):
- Korrekturen und Anmerkungen Robert Reinhart
- Links auf Gesetze korrigiert

Version 1.1:
Korrekturen und Ergänzungen (Sitzung Arbeitsgruppe Oktober 2004):
S. 16 Neues Kapitel 2.7: Nachbereitung nach der Tour
S. 18 Handzeichen: Hand über dem Kopf bei großer Entfernung
S. 24 und 25, Kap. 4.4 Strömungsformen: Stromschnelle war doppelt
S. 25 Prallwand: man kann trotz Schwimmweste runter gezogen werden
S. 36 Weberknoten, Kreuzknoten: hält nur solange er auf Zug ist
S. 37 Knoten: Verbindung von zwei Seilen
S. 38 Sackstich und Spierenstich ergänzt
S. 41 Sicherheitsgespräch: bei Ein- und Aussteigen mit Kindern erklären, dass immer ein Erwachsener zuerst ins Boot muss
S. 43 Kommandos: Anmerkung zu "Alle ins Boot" - aus den Fußschlaufen rausgehen
S. 43 Nicht ans Ufer schwimmen
S. 50 Notfallnummer 112: PIN 112 eingeben und sofort auf "anrufen" drücken
S. 51 Keine Rufnummernunterdrückung, eigene Nummer angeben

Version 1.0:
- Fertigstellung Kap. 5 Gewässerkunde
- div. kleinere Fehlerkorrekturen
- Literaturverzeichnis und Autoren überarbeitet
- Freigabe der Version 1.0 des Tiroler Rafting Lehrplans

Version 0.99.3:
- Fertigstellung der restlichen Kapitel
- Vorwort LHStv. Hannes Gschwentner
- Einverständnis Schifffahrtsbehörde (Ch. Zweibrot)
- div. kleinere Fehlerkorrekturen
- Abbildungs- und Literaturverzeichnis, Autoren und Haftungsausschluss

Version 0.99.2:
- Fertigstellung aller Kapitel (bis auf 5. Gewässerkunde und 7. Safety Talk)
- Eigenes englisches Dokument begonnen
- Eigenes Dokument für Gewässerkunde
- Anhang ausgearbeitet

Version 0.99.1:
- Einarbeitung der Arbeitspunkte des Workshops vom 25.02.
- Vorwort LH-Stv. Hannes Gschwentner

Version 0.99:
- Inhaltsverzeichnis überarbeitet
- Signale und Zeichen: Foto und Text zu Signalpfeife
- Verhalten beim Unfall: neue Abschnitte
  "Alpiner Notruf - Richtiger Umgang mit dem Handy" und
  "Verhalten bei Hubschraubereinsatz"
- Rescue-Bergetechniken: Deutsche Version, auch inhaltlich überarbeitet, neue Fotos

Version 0.98:
- Inhaltsverzeichnis: überarbeitet
- Signale und Zeichen: komplett überarbeitet, neue Fotos
- Knoten: neue Abbildungen
- Verhalten beim Unfall: überarbeitet
- Rescue: Erste Version von Neil in English

Weitere nützliche Links:

Lehrplan Projektbeschreibung
ASI-Tirol Outdoor
Land Tirol - Raftführerschein
Land Tirol - Rafting in Tirol



 Autoren
Josef Edinger aus Schwaz ist gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Rafting. Er ist Prüfer der obersten Schifffahrtsbehörde für Rafting.
Josef Edinger
Mag. Ariane Guem war Geschäftsführerin des Vereins Regionalentwicklung Bezirk Imst. Die Regionalentwicklungsvereine im Bezirk Imst und Landeck haben die Plattform Wasser Tiroler Oberland ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Projekte zum Thema Wasser im Tiroler Oberland zusammenzufassen und zu bündeln, um eine Bewusstseinsbildung in diesem Bereich zu erreichen. Im Jahr 2003 hat die Plattform Wasser Tiroler Oberland den Tiroler Umweltpreis gewonnen. Ariane Guem
Mag. Friedrich-Karl "Fuzzi" Huber vom Sport Camp Tirol, das direkt am Ausstieg der Sanna in Landeck liegt, ist Obmann des Tiroler Raftingverbands und arbeitet seit dem Start des Raftingsports im Tiroler Oberland in den frühen 80er Jahren immer wieder an dessen Weiterentwickung mit. Er leitet die Projektgruppe, deren Mitglieder gemeinsam den Lehrplan entwickelt haben. Fuzzi Huber
DI Christian Klingler war beim Alpinen Sicherheits- und Informationszentrum ASI-Tirol in Landeck verantwortlich für die Bereiche Technologie und Kommunikation. Er hat die Beiträge der verschiedenen Autoren in einem Dokument zusammengeführt. Er hat 2007 in Zams sein eigenes Unternehmen asolvo gegründet und betreut weiter die ASI-Projekte. Seit dem Frühjahr 2008 arbeitet er als Senior Berater bei hofherr communikation. Christian Klingler
Andy Leaney ist General Manager der Raftbasis Haiming bei Feelfree Touristik und nimmt auch für das Land Tirol den praktischen Teil der Bootsführerprüfung ab. Andy Leaney
Marcel Pachler ist Geschäftsführer von faszinatour Adventure & Sports Österreich. Durch seine langjährige Erfahrung ist er ein ständiger Mitstreiter zum Thema Sicherheit und Weiterentwicklung im Wildwasserbereich Tirol. Marcel Pachler
Mag. Werner Senn war Geschäftsführer beim Alpinen Sicherheits- und Informationszentrum ASI-Tirol in Landeck. Er war mehrfacher Tiroler Kanumeister, Alpinpolizist und Jurist und ist Verfasser des ASI-Tirol Ratgeber Skirecht. Seit 2006 ist er Leiter der Abteilung Flugpolizei beim österreichischen Innenministerium. Werner Senn
Neil Newton Taylor arbeitet für Rescue3 International und veranstaltet im Tiroler Oberland immer wieder Ausbildungskurse für den Swiftwater Rescue Course. Neil Newton Taylor


 Kontakt

Ihre Fragen und Anregungen sind herzlich willkommen!

ASI-Tirol
Alpines Sicherheits- und Informationszentrum

ASI-Tirol Alpines Sicherheits- und Informationszentrum c/o Obmann Josef Raich Gemeindeamt A-6524 Kaunertal info@alpinesicherheit.com (Hinweis: Keine Festnetztelefonnummer mehr)