07.06.2007, Watzespitze, Gemeinde St. Leonhard im Pitztal:
Tödlicher Alpinunfall
(SID) Am 07.06.2007 unternahm ein 19-Jähriger aus Imst alleine eine Bergtour
im Gemeindegebiet von 6481 St. Leonhard iP. Er dürfte vermutlich in den Morgenstunden
am Ostgrad zur Watzespitze aufgestiegen und kurz unterhalb vom Gipfel abgestürzt
sein. Der 19-Jährige stürzte über die Nordostwand bis zum Wandfuss ab und kam
in einem Schneefeld zu Liegen. Er zog sich bei dem Absturz tödliche Verletzungen
zu. Am 08.06.2007 um 14.15 Uhr wurde der Imster im Zuge eines Suchfluges von
der Besatzung des BMI HS Libelle unterhalb der Watzespitze tot aufgefunden.
17./18.06.2007, Dawinspitze, Gemeinde Strengen: Retter
und Verletzter biwakierten nach Absturz bei Herz-Jesu-Bergfeuer
(tirol.orf.at) Die Teilnahme an einem Herz-Jesu-Feuer ist Sonntagabend einem
21-jähriger Mann aus Pians zum Verhängnis geworden. Er stürzte ab und musste
gemeinsam mit seinen Rettern bis in die Morgenstunden am Berg verharren.
Der Mann war Mitglied einer mehrköpfigen Gruppe, die in einer steilen Wand im
Bereich der Dawinspitze bei Strengen ein großes Kreuz entzünden wollte. Beim
Versuch, das Kreuz anzuzünden, rutschte der 21-Jährige aus und stürzte 80 Meter
ab. Die Bergrettung und ein Alpinpolizist stiegen auf und führten eine Erstversorgung
durch. Wegen der Dunkelheit und schlechtem Wetter mussten Helfer und Verletzter
biwakieren und konnten erst im zweiten Versuch vom Notarzthubschrauber Christophorus
5 in den frühen Morgenstunden geborgen werden. Der verletzte Mann aus Pians
wurde ins Krankenhaus Zams geflogen. Bericht auf www.epbv.eu
14.07.2007, Hochgallmigg, Gemeinde Fließ: Hangrutsch
in Urgen
Die Hochgallmigger Landesstraße wurde laut Auskunft von DI Heppke vom Baubezirksamt
Imst aufgeweicht. Der Hang konnte das Wasser nach Regenfällen nicht mehr
schlucken und so glitten ein großer Fels bis nahe an einen Strommasten
und ein Teil des Hangs ab. Die Hochgallmigger Straße konnte nur mehr mit
Pkw befahren werden.
14.07.2007, Stuben, Gemeinde Pfunds:
Murenabgang am Stubener Bach - Rückhaltebecken gefüllt
Nach einem Unwetter mit Hagel in den Bereichen Pfundser Stubental und Ochesnberg
am Abend des 14. Juli schwoll der Stubenbach in kurzer Zeit stark an und förderte
eine große Menge an Geschiebe ins Tal. Das neue, noch in Bau befindliche Geschieberückhaltebecken
tat seine Wirkung. Um ca. 21:15 Uhr wurde Katastrophenalarm ausgelöst und die
B180 Reschen Bundesstraße wegen drohender Vermurung für 2 Stunden gesperrt.
Mehrer Gebäude wurden durch Sandsäcke gesichert. Personen kamen nicht zu Schaden,
Wohnhäuser wurden ebenfalls nicht beschädigt. Das Becken musste in der Folge
rasch ausgeräumt werden. Erinnerungen an 2005 kamen in Pfunds wieder hoch.
15.08.2007, Fotschertal, Sellrain: 19-Jähriger
beim Edelweißpflücken
abgestürzt Bei einem tragischen Bergunfall ist ein 19-jähriger Bursche
aus Axams am Mittwoch im Fotschertal bei Sellrain ums Leben gekommen. Er dürfte
beim Edelweißpflücken ausgerutscht und abgestürzt sein. Der
junge Mann war am Vormittag zu einer Bergtour in Richtung Hochgraffljoch aufgebrochen.
Als er bis zum Abend nicht nach Hause zurück gekommen war, alarmierten
seine Eltern die Einsatzkräfte.
Nach einer stundenlangen Suche wurde der Körper des Jugendlichen in knapp
2.500 Metern Seehöhe in steilem, felsdurchsetzten Gelände gefunden.
Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät. Auch der Vater des Verunglückten
war an der Suchaktion beteiligt. Kurz vor dem Unglück hatte es geregnet,
der Weg dürfte deshalb nass und rutschig gewesen sein. Wie es heißt,
soll der junge Mann oft in dieser Gegend unterwegs gewesen sein, um Edelweiß zu
pflücken.
19.08.2007, Hanauer Hütte, Lechtaler Alpen:
Frau stürtze über 100 m in den Tod (SID) Eine 41jährige deutsche
StA. war im Rahmen eines Kletterkurses des Deutschen Alpenvereines seit 17.08.2007
auf der Hanauer Hütte in den Lechtaler Alpen aufhältig. Die deutsche
StA. war mit drei weiteren Fachübungsleitern für insgesamt 11 Kletterschüler
verantwortlich und führte auch Kletterkurse in diesem Gebiet durch. Am 19.08.2007
gegen 10.30 Uhr stieg die Frau mit drei Kletterschülern in den Klettergarten "Südmassiv",
welcher sich südöstlich der Hanauer Hütte in einer Seehöhe
von ca. 2000 m befindet, auf. Sie beabsichtigten die Klettertour "Geburtstagsgrat" im
ca. 2. bis 3. Schwierigkeitsgrad aufzusteigen. Während die drei Schüler
mit Doppelseil in einer Dreierseilschaft angeseilt unterwegs waren, stieg die
Frau parallel zur Gruppe seilfrei auf und kontrollierte dabei die Seiltechnik
der Gruppe. Nach ca. 100 gekletterten Höhenmetern, in der 4. Seillänge
der Gruppe, stürzte die 41jährige deutsche StA. aus bisher ungeklärter
Ursache bis zum Einstiegspunkt des Klettergartens ab. Die Gruppe, welche zu diesem
Zeitpunkt einige Meter parallel neben der deutschen StA. standen, konnten zur
genauen Unfallursache keine konkreten Angaben machen. Diese konzentrierten sich
zu diesem Zeitpunkt auf ihre Seilpartner. Durch den Absturz über ca. 100
m felsiges Gelände erlitt die 41-Jährige tödliche Verletzungen.
Weitere Ereignisse in den Nachbarregionen:
20.06.2007, Kärnten: Starke Unwetter im Bezirk
St. Veit/Glan
Starke Gewitter und Hagelschlag haben am Mittwochnachmittag und in den Abendstunden
in Kärnten für schwere Schäden gesorgt. Durch die Wassermassen
traten Bäche über die Ufer und mehrere Keller wurden überflutet.
In den Gemeinden Metnitz, Friesach, Brückl und Althofen sind zwischen 16.30
und 19.30 Uhr mehrere schwere Gewitter niedergegangen. Bei Passering haben Hagelkörner
in der Größe von Hühnereiern mehrere Dächer, bei Brückl
mehrere Autos beschädigt. Eine Heckscheibe wurde von den Hagelschloßen
durchschlagen. Der Metnitzbach und der Vellachbach traten an mehreren Stellen über
die Ufer, mehrere Keller wurden überflutet und die Metnitztalstraße
wurde überschwemmt. Sie musste für kurze Zeit gesperrt werden.
20.06.2007, Salzburg: Kurze, heftige Gewitter richten
Schäden an, Glemmtaler Landesstraße blockiert
Kurze, aber heftige Gewitter mit starkem Regen und manchmal auch Hagel haben
in der Nacht auf Donnerstag im ganzen Land Schäden verursacht: Keller
wurden überflutet, Bäume stürzten um, Muren verlegten Straßen.
Eine
Stunde heftiger Regen mit Hagel reichte aus: Auf 80 Meter Länge und
bis zu drei Meter hoch türmten sich gegen 20.00 Uhr Schlamm und Geröll
auf der Glemmtaler Landesstraße an der Gemeindegrenze zwischen Saalbach
und Viehofen (Pinzgau). Der Grenzgraben war wieder gefährlich angeschwollen.
Im
Lungau verlegten Muren nach heftigen Gewittern in der Nacht die Murtal-Bundesstraße
bei Tamsweg auf 300 Metern sowie die Lessacher und die Göriacher Landesstraße.
Aus
dem übrigen Bundesland werden überflutete Keller und umgestürzte
Bäume gemeldet. Menschen wurden nicht verletzt. Die Landeshauptstadt blieb
von Unwetterschäden verschont. In den Unwettergebieten waren insagesamt
500 Feuerwehrleute von mehr als 30 Feuerwehren im Einsatz.
20.06.2007,
Ober- und Oststeiermark: Starke Schäden nach schweren Unwettern Schwere Unwetter haben Mittwochnachmittag in Teilen der Ober- und Oststeiermark
große Schäden angerichtet. Hagel, Muren und Überschwemmungen
beschädigten Häuser und Autos.
Hagelkörner so groß wie
Golfbälle gingen in St. Peter am Kammersberg
im Bezirk Murau nieder: Das Unwetter zog strichweise über die Region,
verursachte aber schwere Schäden, sagt Feuerwehrkommandant Josef Draschl.
Steiermarkweit
wurden am Mittwoch 3.800 Blitze gezählt.
Anfang August 2007, Ost- und Westschweiz, Süddeutschland,
Vorarlberg: Hochwasseralarm
Nach starken Regenfällen war in
mehreren Schweizer Kantonen Hochwasseralarm ausgelöst worden. Betroffen
waren neben dem Berner Oberland und dem Aargau auch die
Regionen bei Basel und St. Gallen. Sintflutartige Regenfälle haben am
Donnerstag die Schifffahrt auf dem Rhein im Süden Deutschlands und in
der Schweiz lahmgelegt. Der Pegelstand erreichte am 10.08. in Karlsruhe seinen
Scheitelpunkt von etwas mehr als 8,50 Meter. "Es ist glimpflich verlaufen",
sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums. In
Vorarlberg hatte der teils heftige Regen in der Nacht
auf Donnerstag (09.08.) zu
rund 30 Feuerwehreinsätzen geführt. Durch die Niederschläge
war bereits am Dienstagabend auf die Silvretta-Hochalpenstraße eine Mure
abgegangen. Die verlegte Straße wurde durch die Feuerwehr freigeräumt.
19.08.2007, Tiroler Unterland:
Starke Schäden
nach schweren Unwettern
(tirol.orf.at)
Heftige Unwetter sind am Sonntag über Tirol gezogen. Die Feuerwehren in
den Bezirken Kufstein, Schwaz, Kitzbühel und Teilen des Bezirkes Innsbruck-Land
standen im Dauereinsatz. Der Schaden wird auf 700.000 Euro geschätzt.
Sturmböen
und starke Regenfälle haben am Sonntagnachmittag im Unterland für viele
Feuerwehreinsätze gesorgt. In Kitzbühel verlegte eine Mure im Bereich
der Ortseinfahrt die Pass-Thurnstraße. Bei Schwaz sorgte ein von einer
Sturmböe umgerissener Baum auf der Inntalautobahn für einen kilometerlangen
Stau. Die stärksten Hagelschäden gab es im Bereich Brixen im Thale,
dort waren die Hagelkörner bis zu fünf Zentimeter groß.