Alpines Sicherheits- und Informationszentrum ASI Tirol WinterArchiv 2007/2008 ASI Tirol
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WinterArchiv - Tiroler Oberland
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Juni-September 2007
Schnee und Lawinen Schnee und Lawinen
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Schneekarten Schneekarten
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Unfallberichte Unfallberichte
Messstationen Messstationen
Schneehöhen Silberspitze
Zusätzlich Informationen Zusätzliche Informationen
SLF - WinterAktuell Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung

Unfallberichte

Sommer 2007: Alpinunfälle

07.06.2007, Watzespitze, Gemeinde St. Leonhard im Pitztal: Tödlicher Alpinunfall
(SID) Am 07.06.2007 unternahm ein 19-Jähriger aus Imst alleine eine Bergtour im Gemeindegebiet von 6481 St. Leonhard iP. Er dürfte vermutlich in den Morgenstunden am Ostgrad zur Watzespitze aufgestiegen und kurz unterhalb vom Gipfel abgestürzt sein. Der 19-Jährige stürzte über die Nordostwand bis zum Wandfuss ab und kam in einem Schneefeld zu Liegen. Er zog sich bei dem Absturz tödliche Verletzungen zu. Am 08.06.2007 um 14.15 Uhr wurde der Imster im Zuge eines Suchfluges von der Besatzung des BMI HS Libelle unterhalb der Watzespitze tot aufgefunden.

17./18.06.2007, Dawinspitze, Gemeinde Strengen: Retter und Verletzter biwakierten nach Absturz bei Herz-Jesu-Bergfeuer
(tirol.orf.at) Die Teilnahme an einem Herz-Jesu-Feuer ist Sonntagabend einem 21-jähriger Mann aus Pians zum Verhängnis geworden. Er stürzte ab und musste gemeinsam mit seinen Rettern bis in die Morgenstunden am Berg verharren.
Der Mann war Mitglied einer mehrköpfigen Gruppe, die in einer steilen Wand im Bereich der Dawinspitze bei Strengen ein großes Kreuz entzünden wollte. Beim Versuch, das Kreuz anzuzünden, rutschte der 21-Jährige aus und stürzte 80 Meter ab. Die Bergrettung und ein Alpinpolizist stiegen auf und führten eine Erstversorgung durch. Wegen der Dunkelheit und schlechtem Wetter mussten Helfer und Verletzter biwakieren und konnten erst im zweiten Versuch vom Notarzthubschrauber Christophorus 5 in den frühen Morgenstunden geborgen werden. Der verletzte Mann aus Pians wurde ins Krankenhaus Zams geflogen.
Bericht auf www.epbv.eu

14.07.2007, Hochgallmigg, Gemeinde Fließ: Hangrutsch in Urgen
Die Hochgallmigger Landesstraße wurde laut Auskunft von DI Heppke vom Baubezirksamt Imst aufgeweicht. Der Hang konnte das Wasser nach Regenfällen nicht mehr schlucken und so glitten ein großer Fels bis nahe an einen Strommasten und ein Teil des Hangs ab. Die Hochgallmigger Straße konnte nur mehr mit Pkw befahren werden.

14.07.2007, Stuben, Gemeinde Pfunds: Murenabgang am Stubener Bach - Rückhaltebecken gefüllt
Nach einem Unwetter mit Hagel in den Bereichen Pfundser Stubental und Ochesnberg am Abend des 14. Juli schwoll der Stubenbach in kurzer Zeit stark an und förderte eine große Menge an Geschiebe ins Tal. Das neue, noch in Bau befindliche Geschieberückhaltebecken tat seine Wirkung. Um ca. 21:15 Uhr wurde Katastrophenalarm ausgelöst und die B180 Reschen Bundesstraße wegen drohender Vermurung für 2 Stunden gesperrt. Mehrer Gebäude wurden durch Sandsäcke gesichert. Personen kamen nicht zu Schaden, Wohnhäuser wurden ebenfalls nicht beschädigt. Das Becken musste in der Folge rasch ausgeräumt werden. Erinnerungen an 2005 kamen in Pfunds wieder hoch.

15.08.2007, Fotschertal, Sellrain: 19-Jähriger beim Edelweißpflücken abgestürzt
Bei einem tragischen Bergunfall ist ein 19-jähriger Bursche aus Axams am Mittwoch im Fotschertal bei Sellrain ums Leben gekommen. Er dürfte beim Edelweißpflücken ausgerutscht und abgestürzt sein. Der junge Mann war am Vormittag zu einer Bergtour in Richtung Hochgraffljoch aufgebrochen. Als er bis zum Abend nicht nach Hause zurück gekommen war, alarmierten seine Eltern die Einsatzkräfte.
Nach einer stundenlangen Suche wurde der Körper des Jugendlichen in knapp 2.500 Metern Seehöhe in steilem, felsdurchsetzten Gelände gefunden. Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät. Auch der Vater des Verunglückten war an der Suchaktion beteiligt. Kurz vor dem Unglück hatte es geregnet, der Weg dürfte deshalb nass und rutschig gewesen sein. Wie es heißt, soll der junge Mann oft in dieser Gegend unterwegs gewesen sein, um Edelweiß zu pflücken.

19.08.2007, Hanauer Hütte, Lechtaler Alpen: Frau stürtze über 100 m in den Tod
(SID) Eine 41jährige deutsche StA. war im Rahmen eines Kletterkurses des Deutschen Alpenvereines seit 17.08.2007 auf der Hanauer Hütte in den Lechtaler Alpen aufhältig. Die deutsche StA. war mit drei weiteren Fachübungsleitern für insgesamt 11 Kletterschüler verantwortlich und führte auch Kletterkurse in diesem Gebiet durch. Am 19.08.2007 gegen 10.30 Uhr stieg die Frau mit drei Kletterschülern in den Klettergarten "Südmassiv", welcher sich südöstlich der Hanauer Hütte in einer Seehöhe von ca. 2000 m befindet, auf. Sie beabsichtigten die Klettertour "Geburtstagsgrat" im ca. 2. bis 3. Schwierigkeitsgrad aufzusteigen. Während die drei Schüler mit Doppelseil in einer Dreierseilschaft angeseilt unterwegs waren, stieg die Frau parallel zur Gruppe seilfrei auf und kontrollierte dabei die Seiltechnik der Gruppe. Nach ca. 100 gekletterten Höhenmetern, in der 4. Seillänge der Gruppe, stürzte die 41jährige deutsche StA. aus bisher ungeklärter Ursache bis zum Einstiegspunkt des Klettergartens ab. Die Gruppe, welche zu diesem Zeitpunkt einige Meter parallel neben der deutschen StA. standen, konnten zur genauen Unfallursache keine konkreten Angaben machen. Diese konzentrierten sich zu diesem Zeitpunkt auf ihre Seilpartner. Durch den Absturz über ca. 100 m felsiges Gelände erlitt die 41-Jährige tödliche Verletzungen.


Weitere Ereignisse in den Nachbarregionen:

20.06.2007, Kärnten: Starke Unwetter im Bezirk St. Veit/Glan
Starke Gewitter und Hagelschlag haben am Mittwochnachmittag und in den Abendstunden in Kärnten für schwere Schäden gesorgt. Durch die Wassermassen traten Bäche über die Ufer und mehrere Keller wurden überflutet. In den Gemeinden Metnitz, Friesach, Brückl und Althofen sind zwischen 16.30 und 19.30 Uhr mehrere schwere Gewitter niedergegangen. Bei Passering haben Hagelkörner in der Größe von Hühnereiern mehrere Dächer, bei Brückl mehrere Autos beschädigt. Eine Heckscheibe wurde von den Hagelschloßen durchschlagen. Der Metnitzbach und der Vellachbach traten an mehreren Stellen über die Ufer, mehrere Keller wurden überflutet und die Metnitztalstraße wurde überschwemmt. Sie musste für kurze Zeit gesperrt werden.

20.06.2007, Salzburg: Kurze, heftige Gewitter richten Schäden an, Glemmtaler Landesstraße blockiert
Kurze, aber heftige Gewitter mit starkem Regen und manchmal auch Hagel haben in der Nacht auf Donnerstag im ganzen Land Schäden verursacht: Keller wurden überflutet, Bäume stürzten um, Muren verlegten Straßen.
Eine Stunde heftiger Regen mit Hagel reichte aus: Auf 80 Meter Länge und bis zu drei Meter hoch türmten sich gegen 20.00 Uhr Schlamm und Geröll auf der Glemmtaler Landesstraße an der Gemeindegrenze zwischen Saalbach und Viehofen (Pinzgau). Der Grenzgraben war wieder gefährlich angeschwollen.
Im Lungau verlegten Muren nach heftigen Gewittern in der Nacht die Murtal-Bundesstraße bei Tamsweg auf 300 Metern sowie die Lessacher und die Göriacher Landesstraße.
Aus dem übrigen Bundesland werden überflutete Keller und umgestürzte Bäume gemeldet. Menschen wurden nicht verletzt. Die Landeshauptstadt blieb von Unwetterschäden verschont. In den Unwettergebieten waren insagesamt 500 Feuerwehrleute von mehr als 30 Feuerwehren im Einsatz.

20.06.2007, Ober- und Oststeiermark: Starke Schäden nach schweren Unwettern
Hagel (c)Foto: APASchwere Unwetter haben Mittwochnachmittag in Teilen der Ober- und Oststeiermark große Schäden angerichtet. Hagel, Muren und Überschwemmungen beschädigten Häuser und Autos.
Hagelkörner so groß wie Golfbälle gingen in St. Peter am Kammersberg im Bezirk Murau nieder: Das Unwetter zog strichweise über die Region, verursachte aber schwere Schäden, sagt Feuerwehrkommandant Josef Draschl.
Steiermarkweit wurden am Mittwoch 3.800 Blitze gezählt.

Anfang August 2007, Ost- und Westschweiz, Süddeutschland, Vorarlberg: Hochwasseralarm
Nach starken Regenfällen war in mehreren Schweizer Kantonen Hochwasseralarm ausgelöst worden. Betroffen waren neben dem Berner Oberland und dem Aargau auch die Regionen bei Basel und St. Gallen. Sintflutartige Regenfälle haben am Donnerstag die Schifffahrt auf dem Rhein im Süden Deutschlands und in der Schweiz lahmgelegt. Der Pegelstand erreichte am 10.08. in Karlsruhe seinen Scheitelpunkt von etwas mehr als 8,50 Meter. "Es ist glimpflich verlaufen", sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums. In Vorarlberg hatte der teils heftige Regen in der Nacht auf Donnerstag (09.08.) zu rund 30 Feuerwehreinsätzen geführt. Durch die Niederschläge war bereits am Dienstagabend auf die Silvretta-Hochalpenstraße eine Mure abgegangen. Die verlegte Straße wurde durch die Feuerwehr freigeräumt.

19.08.2007, Tiroler Unterland: Starke Schäden nach schweren Unwettern
(tirol.orf.at) Heftige Unwetter sind am Sonntag über Tirol gezogen. Die Feuerwehren in den Bezirken Kufstein, Schwaz, Kitzbühel und Teilen des Bezirkes Innsbruck-Land standen im Dauereinsatz. Der Schaden wird auf 700.000 Euro geschätzt. Sturmböen und starke Regenfälle haben am Sonntagnachmittag im Unterland für viele Feuerwehreinsätze gesorgt. In Kitzbühel verlegte eine Mure im Bereich der Ortseinfahrt die Pass-Thurnstraße. Bei Schwaz sorgte ein von einer Sturmböe umgerissener Baum auf der Inntalautobahn für einen kilometerlangen Stau. Die stärksten Hagelschäden gab es im Bereich Brixen im Thale, dort waren die Hagelkörner bis zu fünf Zentimeter groß.

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