Alpines Sicherheits- und Informationszentrum ASI Tirol WinterArchiv 2007/2008 ASI Tirol
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WinterArchiv - Tiroler Oberland
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Dezember 2007
Schnee und Lawinen Schnee und Lawinen
Allgemeine Situation Allgemeine Situation
Gefahrenentwicklung Gefahrenentwicklung
Schneekarten Schneekarten
Neuschneesummen Neuschnee/Niederschlag
Schneehöhen Schneehöhen
Ergänzungen Ergänzungen
Unfallberichte Unfallberichte
Messstationen Messstationen
Schneehöhen Silberspitze
Zusätzliche Informationen Zusätzliche Informationen
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Lawinenlagebericht - Gefahrenstufenentwicklung

Dezember 2007: Stufe zwei (mäßig) bis drei (erheblich), zum Jahresende Stufe 1 (gering)

Die 'klassischen' Zutaten für Lawinengefahr waren bereits im Dezember reichlich vorhanden: Neuschnee gepaart mit Wind. Ab dem 3.12. sorgten Neuschnee und teils stürmischer Wind für einen Anstieg der Lawinengefahr. Ab dem 16. beruhigte sich die Situation wieder etwas, bedingt durch eine günstige Verbindung der Schneedecke. Bis zum Monatsende sank die ausgegebene Stufe sogar auf 1 (gering) ab.

Patrick Nairz schreibt am 15. Dezember im Lawinenlagebericht:

Die Hauptgefahr geht unverändert von frischen Triebschneeansammlungen aus
Beurteilung der Lawinengefahr:
Die Lawinengefahr ist in Nordtirol meist höhenabhängig: Unterhalb etwa 2200m herrscht mäßige, darüber erhebliche Gefahr. Gefahrenstellen finden sich dabei vor allem in Form von kürzlich entstandenen Triebschneeansammlungen, die insbesondere in kammnahen Steilhängen der Exposition W über S bis O eingelagert wurden und bereits durch geringe Zusatzbelastung gestört werden können. Frischen Triebschnee gibt es allerdings auch in anderen Expositionen, vermehrt hinter Geländekanten. Der Vorteil an der derzeitigen Gefahreneinschätzung liegt darin, dass solche Gefahrenstellen vom erfahrenen Wintersportler recht leicht zu erkennen und zu umgehen sind. Schwieriger einzuschätzen ist die Stabilität von Triebschneepaketen, die sich auf einer vor knapp 3 Wochen eingelagerten Schmelzharschschichte befinden. In einem Seehöhenbereich zwischen etwa 2300m und 2600m können dort noch Schneebrettlawinen speziell in den Expositionen W über N bis O und dann besonders in schneeärmeren Bereichen im sehr steilen Gelände durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Das Abgleiten von Schnee auf steilen Wiesenhängen ist im Westen unverändert möglich.
Schneedeckenaufbau:
In den schneereichen Regionen im Westen Nordtirols konnte eine gute Setzung der Schneedecke beobachtet werden. Strahlungseinfluss in Kombination mit teilweise hoher Luftfeuchtigkeit führte häufig zur Bildung eines dünnen Schmelzharschdeckels bis etwa 2400m hinauf. In windberuhigten Lagen entstand Oberflächenreif. Durch lokal sehr unterschiedlichen Windeinfluss haben sich neue Triebschneepakete gebildet, die speziell in hohen Lagen störanfällig sind. Eine dünne kantige Schicht, die auf einem vor 3 Wochen gebildeten Schmelzharschdeckel lagert, kommt zwischen 2300m und 2600m noch als Gleitfläche für Schneebrettlawinen in Betracht. Das Schneedeckenfundament ist mit ausnahme von hochalpinen Regionen allgemein recht stabil, die Schneeverteilung recht unregelmäßig bei für diese Jahreszeit überdurchschnittlichen Schneehöhen.
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Sa 01. So 02. Mo 03. .. Sa 15. So 16. .. Mo 24. Di 25. .. Mo 31.

Download der Lageberichte des LWD Tirol für Dezember 2007

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