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Lawinenlagebericht - GefahrenstufenentwicklungJänner 2008: Zumeist Stufe drei (erheblich) - höhenabhängig Die vom LWD Tirol ausgegebene Lawinenwarnstufe stieg von Stufe 2 am Jahresanfang auf 3 (erheblich) an. Einige Male gab es einen kurzen Rückgang auf Stufe 2 (mäßig), so zum Beispiel am 11., 21. und 25., dann sorgten der Wind verbunden mit Triebschneeablagerungen und die (zwar nur geringen) Neuschneemengen für einen erneuten Anstieg auf erheblich. Rudi Mair schreibt am 28. Jänner im Lawinenlagebericht: Stürmischer Höhenwind sorgt für neue Triebschneeumlagerungen und verbreitet erhebliche Lawinengefahr
Beurteilung der Lawinengefahr: Die Lawinengefahr in den Tiroler Tourengebieten ist in Folge der stürmischen Höhenwinde angestiegen und verbreitet als erheblich einzustufen. Gefahrenstellen bilden dabei frische Triebschneeansammlungen in steilen Hängen aller Expositionen, hauptsächlich oberhalb von etwa 1800m. Kritisch zu beurteilen sind weiters eingewehte Rinnen und Mulden, kammnahe Geländepartien sowie allgemein auch die Übergänge von abgewehten Flächen in triebschneegefüllte Bereiche. Ein Schneebrett kann hier schon durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden, also schon durch das Gewicht eines einzelnen Skifahrers oder Snowboarders. Insgesamt sind die Tourenbedingungen heute als eher ungünstig einzustufen. Schneedeckenaufbau: In der vergangenen Nacht gab es nur im Nordtiroler Unterland und entlang des Osttiroler Tauernkammes wenige cm Neuschneezuwachs. Der stürmische, entlang des Alpenhauptkammes auch orkanartige Wind aus nordwestlichen Richtungen sorgte für umfangreiche Triebschneeumlagerungen. Dieser frische Triebschnee überdeckt eine recht unregelmäßige Altschneedecke: in steileren, sonnseitigen Hängen hatte sich an der Oberfläche häufig schon ein Schmelzharschdeckel gebildet. Während die Oberfläche in windgeschützten, schattseitigen Lagen oft noch locker war, hat sich in den mehr windbeeinflußten, hochalpinen Lagen meist ein Windharschdeckel entwickelt. Die Verbindung des frischen Triebschnees mit der Altschneedecke ist zumeist ungenügend, vor allem in den inneralpinen Gebieten ist zusätzlich auch das schwache Fundament der Schneedecke zu beachten.
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