Alpines Sicherheits- und Informationszentrum ASI Tirol WinterArchiv 2007/2008 ASI Tirol
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WinterArchiv - Tiroler Oberland
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Februar 2008
Schnee und Lawinen Schnee und Lawinen
Allgemeine Situation Allgemeine Situation
Gefahrenentwicklung Gefahrenentwicklung
Schneekarten Schneekarten
Neuschneesummen Neuschnee/Niederschlag
Schneehöhen Schneehöhen
Ergänzungen Ergänzungen
Unfallberichte Unfallberichte
Messstationen Messstationen
Schneehöhen Silberspitze
Zusätzliche Informationen Zusätzliche Informationen
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Lawinenlagebericht - Gefahrenstufenentwicklung

Februar 2008: Rückgang von Stufe 3 (erheblich) auf Stufe 2 (mäßig), Mitte des Monats sogar Stufe 1 (gering).

Die vom LWD Tirol ausgegebene Lawinenwarnstufe ging von anfangs Stufe 3 (erheblich) zurück auf Stufe 2 (mäßig), erreichte zur Monatsmitte sogar Stufe 1 (gering), und stieg dann wieder auf Stufe 2 (mäßig), bedingt durch die tageszeitliche Veränderung und die Gefahr von Nassschnee- und Grundlahnen.

Rudi Mair schreibt am 11.02.2008 im Lawinenlagebericht:
Überwiegend günstige Verhältnisse mit mäßiger Lawinengefahr
Beurteilung der Lawinengefahr:
In den Tiroler Tourengebieten herrschen überwiegend günstige Verhältnisse mit mäßiger Lawinengefahr. Gefahrenstellen liegen vor allem in steilen, von Nordwest über Nord bis Ost gerichteten Hängen oberhalb von etwa 2000m. Am leichtesten eine Lawine auslösen kann man dabei an den Übergängen von abgewehten Flächen in triebschneegefüllte Rinnen und Mulden. An eher schneearmen Stellen ist dabei auch eine Lawinenauslösung in der Altschneedecke möglich. Im Tagesverlauf steigt in steilen, sonnseitigen Hängen die Lawinengefahr leicht an. Unterhalb von etwa 2500m ist dann auf vereinzelte Selbstauslösungen von Feuchtschneerutschen zu achten.
Schneedeckenaufbau:
An steilen, sonnseitigen Hängen hat sich an der Oberfläche schon häufig ein Schmelzharschdeckel gebildet. Schattseitig findet man vor allem in windberuhigten Lagen noch lockeren, pulvrigen Schnee. Ansonsten ist die Schneeoberfläche aber meist stark vom Wind geprägt: abgewehte oder hartgepresste Flächen liegen dicht neben eingewehten Geländepartien. Am ungünstigsten ist der Schneedeckenaufbau in den nördlichen und südlichen Ötztaler und Stubaier Alpen, den Tuxer und Zillertaler Alpen sowie im südlichen Osttirol. Hier findet man vor allem in Höhenlagen zwischen etwa 1800m und 2500m verbreitet ein störanfälliges Fundament aus Schwimmschnee.

Patrick Nairz schreibt am 18.02.2008 im Lawinenlagebericht:
Überwiegend günstige Verhältnisse mit mäßiger Lawinengefahr
Beurteilung der Lawinengefahr:
Im freien Skigelände herrschen weiterhin meist günstige Verhältnisse bei geringer Lawinengefahr. Etwas ungünstiger ist die Situation nur noch in den Stubaier, Ötztaler, Tuxer und Zillertaler Alpen sowie im südlichen Osttirol, wo die Lawinengefahr oberhalb etwa 2100m noch als mäßig eingestuft werden muss. Gefahrenstellen finden sich dabei vor allem noch in sehr steilen von NW über N bis ONO gerichteten Hängen, vermehrt in bisher selten begangenen Gebieten bis etwa 2600m hinauf. Durch den schlechteren Schneedeckenaufbau können dort Lawinen noch durch große Zusatzbelastung, an schneeärmeren Stellen auch durch geringe Belastung ausgelöst werden. Ansonsten finden sich kleinräumige Gefahrenstellen noch im extrem steilen, schattigen und kammnahen Gelände in hohen sowie hochalpinen Lagen in Form von Triebschneeansammlungen. Vereinzelt können noch Gleitschneelawinen auf steilen Wiesenhängen beobachtet werden.
Schneedeckenaufbau
Das schöne, kalte und sehr trockene Winterwetter führt zu einem fortschreitenden Spannungsabbau der Schneedecke. Härtere, ältere Triebschneepakete in den inneralpinen Regionen sowie im südlichen Osttirol, welche auf einem lockeren Schwimmschneefundament lagern, werden dadurch ebenso immer lockerer. Vereinzelt kann dies zu einer kurzfristig erhöhten Störanfälligkeit führen, meist bedingt dies jedoch zunehmend günstigere Verhältnisse. Die Schneeoberfläche ist in sehr steilen sonnenbeschienen Hängen meist hart und firnt im Tagesverlauf zumindest in windgeschützten Bereichen auf. Vereinzelt findet sich in weniger steilen Hängen Bruchharsch, in flachen Hängen sowie schattseitig immer noch Pulverschnee bzw. eine lockere, aufbauend umgewandelte Schneeoberfläche.
Alpinwetterbericht der ZAMG-Wetterdienststelle Innsbruck
Herrliches Freizeitwetter auch zu Beginn der zweiten Semesterferienwoche. Alle Wintersportler werden in Tirols Bergen mit viel Sonnenschein verwöhnt. Die Nullgradgrenze liegt am Arlberg bei 1900m, in den Hohen Tauern bei 1500m. Der Wind ist nur in den hohen Gebirgsregionen des Alpenhauptkamms merklicher zu spüren. Temperatur in 2000m -2 Grad, in 3000m -6 Grad. Mäßiger, in den östlichen Regionen zeitweise lebhafter Nordwestwind.
Tendenz
Weiterhin meist günstige Verhältnisse.
3 3 3 2 2 2        
Fr 01. .. Sa 09. So 10. .. Sa 16.        
1 1 1 2 2 2 2      
So 17. .. Fr 22. Sa 23. .. Do 28. Fr 29.      

Download der Lageberichte des LWD Tirol für Februar 2008

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