Lawinenereignisse Bezirk Landeck 2017/2018

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So wie im Vorjahr dokumentieren wir im heurigen Winter 2017-2018 die Lawinenereignisse im Bezirk Landeck:

Lawinenereignisse Bezirk Landeck 2017-2018

 

4. Jänner 2018 Lawine gesperrte Piste / freier Skiraum Ischgl

tirol.orf.at Ein Toter nach Lawinenabgang in Ischgl

tirol.orf.at Junger Schweizer stirbt im freien Skiraum in Ischgl – Fimbatal

tt.com Mehrere Straßensperren wegen Lawinengefahr in Tirol

Presseaussendung der Polizei Tirol: Schneebrettabgang auf die Paznauntalstraße

Am 04.01.2018 um 10.25 löste sich östlich der Ortschaft See/Sesslebene, Gemeindegebiet von See, südlich der Paznauntalstraße B188, in einem ca. 30 Grad steilen Wiesenhang eine sogenannte „Schneebrettlawine“. In weiterer Folge verlegte die Lawine die Bundesstraße auf einer Länge von ca. 20 Metern und einer Höhe von ca. 4 bis 5 Metern. Die Bundesstraße war dadurch auf die Dauer von ca. 45 Minuten nur einspurig befahrbar. Personen und Fahrzeuge kamen durch den Lawinenabgang nicht zu Schaden. (PA der LPD Tirol)

Schneebrett See Bundesstraße (c) Foto Polizei
Schneebrett auf die Bundesstraße bei See im Paznaun (c) Foto Polizei

13. Dezember 2017 Lawine freier Skiraum Serfaus Pezid

meinbezirk.at: Serfaus: Lawinenabgang forderte ein Todesopfer

kurier.at/APA: Tirol: Toter bei Lawinenabgang in Serfaus 

tt.com: Ein Toter bei Lawinenabgang in Serfaus

Presseaussendung der Polizei Tirol

Am 13.12.2017 hielten sich drei deutsche Männer (32, 34 und 44 Jahre) im Großraum-Schigebiet Ladis-Fis-Serfaus zum Schilaufen bzw Snowboarden auf. Gegen 12:20 Uhr fuhren die drei Freunde im Schigebiet Serfaus Komperdell von der Bergstation vorerst im Bereich der Schi-Route talwärts. Während der Snowboarder (34) im Bereich der Piste abfuhr, verließen die beiden Schiläufer (32, 44) die Schi-Route und fuhren im freien Schi-Raum weiter ab. Als der 32-Jährige in einen Steilhang einfuhr, löste er nach drei bis vier Schwüngen eine ca 55 m breite und ca 130 m lange Schneebrettlawine aus. Der Schiläufer wurde dabei von der Lawine mitgerissen und am Ende des Lawinenkegels total verschüttet. Der zweite Schiläufer (44) wurde zwar ebenfalls von der Lawine erfasst und ca 10 bis 15 m mitgerissen, aber lediglich kniehoch verschüttet. Der Snowboarder beobachtete den Lawinenabgang und setzte daraufhin einen Notruf ab. Der 32-Jährige war total verschüttet und konnte nach ca 20 Minuten von den Einsatzkräften sondiert und in der Folge leblos aus den Schneemassen ausgegraben werden. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen verstarb der 32-Jährige noch an der Unfallstelle. Der 44-Jährige konnte sich selbst befreien und blieb unverletzt. Die drei Männer hatten keine Lawinenausrüstung (LVS, Sonde, Schaufel) bei sich.
Im Einsatz waren: 2 Notarzthubschrauber, 35 Mann der Bergrettung und der Schischule Serfaus, die Pistenrettung Serfaus, 2 Lawinensuchhunde und die Alpinpolizei
Bearbeitende Dienststelle: PI Ried iO

Ein Toter bei Lawinenabgang in Serfaus

Serfaus – Nach einem Lawinenabgang im freien Skiraum am Pezid in Serfaus starb am Mittwoch ein Wintersportler nach erfolgloser Reanimation. Der Mann gehörte zu einer dreiköpfigen Gruppe aus Deutschland. Er war von dem 150 Meter langen und 70 Meter breiten Schneebrett zur Gänze verschüttet worden. Nach etwa 30-minütiger Suche durch die Einsatzkräfte konnte der Wintersportler geborgen und von einem Notarzt versorgt werden. Die Wiederbelebungsmaßnahmen blieben jedoch ohne Erfolg und der Mann starb noch am Lawinenhang.

Ein weiteres Mitglied der Gruppe wurde teilweise von den Schneemassen verschüttet und konnte lebend geborgen werden. Der dritte Skifahrer befand sich nicht unmittelbar im Lawinenhang.

Die beiden Überlebenden werden derzeit vor Ort versorgt, das Kriseninterventionsteam wurde zur Betreuung angefordert. Wie die Bergbahnen in einer Aussendung mitteilten, hatten die Skifahrer keine Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) dabei. Insgesamt waren über 30 Personen mitsamt den beiden Suchhunden im Einsatz.

Lawinengefahr am Mittwoch „erheblich“
Die Lawinengefahr war am Mittwoch von den Experten des Landes in weiten Teilen Tirols als erheblich, also mit Stufe „3“ der fünfteiligen Skala, eingestuft worden. Neuschnee und stark bis stürmische Winde sorgten für Verfrachtungen. Dieser Triebschnee sei mit der Altschneeoberfläche nur schlecht verbunden. Lawinen ließen sich daher schon durch geringe Zusatzbelastung, also einen einzelnen Wintersportler auslösen, berichtete der Lawinenwarndienst. (TT.com, APA)

Lawine Serfaus Pezid 13.12.2017 (c) zeitungsfoto.at
Lawine Serfaus Pezid 13.12.2017 (c) zeitungsfoto.at
LAWIS-Daten

Aufnahmedatum: 2017-12-13 10:30
Gefahrenstufe: erheblich (3)

Ort: Serfaus
Region: Austria – Tirol – Silvretta-Samnaun
Lat/Long: 47.0230° N / 10.5167° E
Seehöhe: 2550 m
Hangneigung:38°
Exposition: N

Typ: Schneebrettlawine
Größe: 3 mittel
Länge: 150 m
Breite: 70 m
Anrisshöhe: –

Beteiligte: Ja
Tot: 1
Verletzt: 0
Unverletzt: 1
Mitgerissen: 2
Totalverschüttet: 1
Teilverschüttet: 1
Bemerkungen: Skifahrer stürzte in der Abfahrt im freien Skiraum. Lawine löste sich im 35°-40° steilen Nordhang.

 

Interaktive Karte

Die Lawinenereignisse in Tirol werden auf der neuen LAWIS-Karte der österreichischen Lawinenwarndienste in einer geografischen Übersicht angezeigt.

 

Lawinenereignisse in den Nachbarregionen

06.01.2018

tt.com Zwei Lawinentote in Kals, zwei Teilverschüttete im Kühtai

03.01.2018

tirol.orf.at Lawine Vinschgau: Fahrlässigkeit steht im Raum

tirol.orf.at Lawinenunglück: Mutter und Kind tot

31.12.2017 Lawine im freien Schiraum ohne Verletzungsfolgen

tt.com: Lawinenabgang bei Reutte endete für fünf Skifahrer glimpflich

Fünf deutsche StA (zwischen 18 und 22 Jahren) verließen am heutigen Tag (31.12.2017) gegen 13:45 Uhr den organisierten Schiraum des Schigebietes Hahnenkamm im Bezirk Reutte. Sie beabsichtigten, im Bereich des Alpenblumengartens über den südostseitig ausgerichteten Hang wieder in Richtung des Schigebietes abzufahren. Aufgrund eines dort befindlichen „Schneemaules“ entschlossen sich die 5 Wintersportler, ihre Schier abzuschnallen und an der Seite vorbeizugehen. Als sie nach eigenen Angaben den halben Hang abgestiegen waren, löste sich plötzlich eine Schneebrettlawine. Zwei Personen dieser Gruppe (18 und 20 – beide weiblich) wurden dabei knietief verschüttet. Die ganze Gruppe konnte selbständig und unverletzt aus dem Lawinenbereich aussteigen und wieder in den organisierten Schiraum zurückkehren.
Bearbeitende Dienststelle: BPK Reutte (PA der LPD Tirol)

29.12.2017 Schneebrett Rohnenspitze bei Zöblen

tt.com: Airbag rettete 34-Jährigen bei Lawinenabgang im Außerfern

27.12.2017 Lawinenunfall am Glungezer

Am Vormittag des 27. Dezember 2017 machte ein 51-jähriger Italiener im Gemeindegebiet von Rinn eine Schitour in Richtung Tulfeinalm. Gegen 11:00 Uhr löste er am Zirbenweg eine Schneebrettlawine aus, von der er ca. 20 Meter mitgerissen und ganz verschüttet wurde. Der Mann konnte seinen Kopf sowie seinen rechten Arm selbst befreien und telefonisch seine Gattin verständigen, welche die Rettungskette in Gang setzte.
Der Italiener wurde mit dem Hubschrauber des Innenministeriums lokalisiert. Ein direkter Anflug zur Unfallstelle war jedoch auf Grund des Föhnsturms nicht möglich.
Ein Alpinpolizist und ein Bergretter wurden in der Nähe abgesetzt. Sie konnten den Mann mit Tourenschiern erreichen und ausgraben. Er wurde mit einer leichten Unterkühlung und Prellungen in das Krankenhaus Hall eingeliefert. (PA der LPD Tirol)

27.12.2017 Lawinenabgänge in Hochfügen und Aurach bei Kitzbühel

Am 27.12.2017 gegen 13.00 Uhr befand sich eine 4-köpfige aus deutschen Staatsangehörigen bestehende Schitourengruppe am Nordosthang des Sidan-Joches im Gemeindegebiet von Fügenberg bereits auf der Abfahrt in Richtung Finsinggrund, als durch das zuletzt abfahrende Gruppenmitglied in einer Seehöhe von ca. 1.950 m eine Schneebrettlawine ausgelöst wurde.
Zwei der Gruppenmitglieder, eine 46-jährige Tourengeherin sowie ein 44-jähriger Tourenpartner, konnten der Lawine nicht mehr rechtzeitig entkommen und wurden ca. 30 – 40 m mitgerissen. Während der 44-Jährige seinen Airbag-Rucksack auslösen konnte und so an der Oberfläche blieb, wurde die 46-Jährige kurzzeitig verschüttet, kam aber letztlich teilverschüttet an der Oberfläche zum Stillstand. Sie konnte von ihren Kameraden geborgen und erstversorgt werden und wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades vom Notarzthubschrauber in das Krankenhaus Kufstein geflogen. Die restlichen Gruppenmitglieder konnten selbständig ins Tal abfahren.

Gegen 13.45 Uhr des 27.12.2017 löste ein 47-jähriger Mann aus dem Bezirk Kitzbühel auf der Abfahrt vom „Rauber“ im Gemeindegebiet von Aurach bei Kitzbühel, ca. 100 m unterhalb des Gipfels, in einer Seehöhe von ca. 1800 m ebenfalls ein Schneebrett aus. Der Mann wurde ca. 100 m weit mitgerissen, wurde aber nicht verschüttet und kam letztlich unverletzt auf dem Lawinenkegel zu liegen. (PA der LPD Tirol)

Lawinenereignisse Bezirk Landeck 2017-2018
Lawinenereignisse Bezirk Landeck 2017-2018

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